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17. Juli - Tag 11 Von der Talsperre bis Weimarshausen (26 km)

Autor: Eckhard 18.07.2015
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Nachdem ich die freundlichen Angler verlassen habe, bin ich durch die Vorrhőn gewandert. Aufgrund der Hitze und den vielen Anstiegen eine sehr schweißtreibende Angelegenheit. Ich war echt traurig, dass ich die schönen Begegnungen nur immer kurz genießen kann. Dabei hätte ich doch gerne nur davon, genau wie im Leben.

Auf den ersten 15 km habe ich keine Menschenseele getroffen, ich war mal wieder allein. Einsamkeit ist schon ein Phänomen. Auf der einen Seite ist es toll, mal ohne Ablenkung auf sich hören zu können. Ich nehme meinen Körper viel bewusster wahr als im Alltag. Auf der anderen Seite bedeutet die Einsamkeit aber auch, keine Projektionsfläche zu haben, sodass die aufkommenden Gefühle intensiver wirken.

Meine vorherrschenden Gefühle waren gestern wieder Traurigkeit und Angst. Die Traurigkeit bezieht sich hauptsächlich auf da Gefühl, nirgends dazuzugehören und ein Außenseiter zu sein. Dieses Gefühl kenne ich noch aus der Kindheit und Jugend.

Meine Angst kommt noch aus der fehlenden Planung. Ich habe keine Ahnung, wo ich schlafe oder was ich esse.

Am Nachmittag habe ich dann ein Wanderpaar, Olaf, Kirsten und ihren Hund Kira, getroffen, die ebenfalls für einige Tage die Grenze durchwanderten. Sie spendeten mir 10 Euro, für ein Essen. Wow, wenn das so weitergeht...

Am Abend ich dann völlig k.o. nach Weimarshausen gekommen. Die Nahrungsbeschaffung war zuerst sehr beschwerlich, an 2 Haushalten wurde ich abgewiesen. Danach habe ich bei einem tollen Holz Blockhaus geschellt.

Dort wohnt der Förster Karl Heinz Bauer. Ein super freundlicher und aufgeschlossener Mann. Er versorgte mich reichlich mit Lebensmitteln, das reicht für 2 Tage. Außerdem schenkte er mir noch einen Orangensaft und 20 Euro. Wow, jetzt brauche ich aber bald einen Safe...Herr Bauer sagte: "Die Römer sagten schon: der beste Rat ist der Vorrat."

Er zeigte mir noch einen Platz für mein Zelt am Dorfteich, der super war. Somit war ich zwar gestern allein aber mit ausreichender Nahrung. In der Nacht hat es dann gewittert, sodass ich immer wieder wach wurde.
Und Angst kommt auch noch hoch.

Ich habe heute Morgen gut gefrühstückt und bin jetzt wieder auf dem Weg.

Euer Grenzpate

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