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10. Juli - Tag 3 von Hirschberg zur Dorschenműhle (20 km) - www.grenzpate.de
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9. Juli - Tag 3 von Hirschberg zur Dorschenműhle (20 km)

Autor: Eckhard 03.11.2016
grenzpate.de - Tag3 - 10.07.2015
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Der gestrige Wandertag war voller Widersprüche und körperlich sehr anstrengend. Die Blasen an den Füßen machen mir zu schaffen, jeder Schritt schmerzt. Der Rucksack mit ca 15 kg lastet auf dem Rücken. Wie oft habe ich mich gestern gefragt "Warum" ?
Aufgeben wäre doch so einfach, meine Gedanken kreisten nur um dieses Thema...Von Inspirationen oder Erleuchtung keine Spur, nur Qualen...

Ich bin weitergegangen und machte mir Sorgen um das Abendessen. Würde ich etwas bekommen? Das Bitten um die Nahrung ist mir noch peinlich, ich fühle mich klein und wertlos. Fast wie jemand, der ich verstecken muss. Bin ich denn nur jemand, wenn ich in meinem Benz sitze?

Hey, das ist ja ein Thema der Wanderung, natürliches Bewusstsein der eigenen Größe.
Ich bin also auf dem Weg.

Gestern bin ich zuerst in einen kleinen Mini-Markt gegangen und habe nach Lebensmittel gefragt. Ich sage, dass ich ohne Geld den innerdeutschen Grenzweg gehe und dies eine Pilgerreise mit sozialem Engagement hat.
Eure Spendenbeiträge sind der wertvolle soziale Hintergrund.
Das lässt mich auch weitergehen.

In dem Mini-Markt hat mir eine sehr nette Verkäuferin einige Produkte und Obst gegeben. Super, das war schon einmal das Frühstück für den nächsten Tag. Es ist unglaublich, welch kleine Dinge grosse Freude bringen können. Ich habe mich riesig gefreut und der Dame von der Grenzpaten-Wanderung erzählt.

Danach bin ich in eine kleine Gaststätte gegangen. Der Wirt hat mich dort gleich wieder herausgeschmissen. Mein Selbstwertgefühl war am Boden.

Aber ich brauchte noch etwas für den Abend. Dann habe ich in einem kleinen Café gefragt. Dort haben mich die Besitzer zu einer Portion hausgemachten Kartoffelsalat und 3 Spiegeleier in ihrem schönen Biergarten eingeladen. Was für Unterschiede.

Zum Schluss des Tages brauchte ich noch etwas Leitungswasser für die Nacht und den heutigen Wandertag.

Ich schelte bei einem schönen Haus und bat um Wasser. Da bekam ich wieder eine Breitseite: "Wasser, laufen sie zum Supermarkt und kaufen Sie etwas." Für mich ist es noch spannend, meine eigenen Gefühle und Gedanken dabei wahrzunehmen. Das ist noch meine Aufgabe ...

Die Nacht habe ich mitten im Wald an den sehr einsamen Kolonnenwegen verbracht. Die Geräusche waren so fremd, ich habe kaum geschlafen. Das Knistern einer Maus hört sich an wie ein Rudel Wildschweine. Also, die Nacht war kalt und ängstlich.

Am Morgen habe ich dafür ein erfrischendes Vollbad im kalten Bergbach gehabt. Seltsam, aber ich kenne die Geräusche der Straße besser als die Natur. Irgendwie erschreckend. Oder?

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