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Selbstwert - das verlorene Paradies - www.grenzpate.de
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Selbstwert - das verlorene Paradies

Selbstwert

Du stehst morgens auf, mit dem Bewusstsein deiner einmaligen Schönheit und Perfektion,
du hast keinen Spiegel und keine Kosmetik, cremst deinen Körper liebevoll und zärtlich ein,
ziehst deinen alten liebgewonnenen löchrigen Mantel an und gehst in die Stadt.
Alle Menschen schauen dich neugierig und anerkennend an, du empfindest tiefe Lebensfreude und Glücksseligkeit, so wie an jedem Tag deines Lebens.
Alle Worte und Kommentare deiner Umwelt nimmst Du dankbar und freudig auf.

Wow, Du fühlst dich schön und vollkommen....

SCHNITT!

Soweit der Traum, der Wunsch, die Sehnsucht...
Ich kenne keinen Menschen, der so lebt, obwohl es „technisch“ so einfach wäre...
Warum ist unsere Realität von Scham, Wut, Zweifeln, Selbstkritik, Angst beeinflusst?

Es ist durch den Vergleich mit anderen Menschen und unserer Bewertung des Resultats.

Dieser ständige Vergleich erzeugt in uns Gefühle von Wut, Scham, Neid, Überheblichkeit und dies hat einen direkten Einfluss auf unser Selbstbild und damit auf unseren Selbstwert.
Wir haben doch soviel dafür getan um diesen „Makel“ zu verbergen und jetzt sind wir enttarnt.

 Sehr erstaunlich ist die Tatsache, dass genau die gleiche Erfahrung in unterschiedlichen Beziehungen zu völlig unterschiedlichen Selbstwertgefühlen führt.

Ein Beispiel:

Wenn meine Frau mir sagt, dass ich an dem Partybuffet zu gierig war und die Leute über mich geredet haben, trifft es mich in meinem Selbstwert tief.
Ich zweifele an mir, bringe Erklärungen und fühle mich irgendwie schlecht.
Vor allem da das Feedback von einem Menschen kommt, der mir sehr wichtig ist und dessen Meinung mich sehr berührt.

Hätte ein Gast auf der Party das Gleiche zu mir gesagt, hätte ich es eher sachlich zur Kenntnis genommen und es hätte mich emotional kaum berührt.

Anscheinend ist unser Selbstwert stark von den Menschen abhängig, die uns besonders nahe stehen: Eltern, Kinder, Verwandte, Partner, Freunde...

Leider vergessen wir oft den Menschen, der uns am nächsten steht: Wir selbst...
Was will ich selber, wofür stehe ich, liebe ich mich selbst?

Jetzt kann ich mir selber die Frage stellen: „Bin ich zu gierig im Leben, ist da was dran?“

Unsere ständige Bewertung schafft das Leid.

Ich denke, dass der Vergleich auch eine sehr natürliche Ressource in unserem Leben ist.
In jedem Wolfsrudel finden Vergleiche statt, wer welche Stellung im System hat.
Das ist in unserer Gesellschaft nicht anders.
Der unterlegene Wolf erkennt die Situation an und sein Selbstwert leidet nicht darunter.
Er bringt sich in seiner Position und mit all seinen Fähigkeiten ins Rudel ein, er bewertet es nicht als falsch oder schlecht.
Und irgendwann fordert er vielleicht wieder einen Vergleich heraus...

 

Wolfsrudel

 

Was uns vom Wolfsrudel unterscheidet ist das Drama der Bewertung.

Ich bin häßlicher als...,  ich bin dümmer, ich bin kleiner, ich bin schwächer, ich bin ärmer usw...
Wir haben eine Vorstellung wie wir zu sein hätten...
... um geliebt zu werden.

Dadurch leidet unser Selbstwertgefühl.

 

Ich habe auf meiner Grenzwanderung ohne Geld bei Haushalten geschellt und um Nahrungsmittel gebeten. (Blog in: Grenzpate.de )
Bei Ablehnung ist mein Selbstwert total heruntergegangen, ich war frustriert und fühlte mich klein und minderwertig. Und ich haderte mit mir und der Welt, alles war ungerecht.

Erst als ich vom „Bettler“ zum „Bittenden“ wurde und ich meinen eigenen Wert als Wanderer akzeptiert habe, haben mir die Ablehnungen nicht mehr soviel ausgemacht.
Ich war stolz auf meinen Weg und bekam eine aufrechtere Körperhaltung.

Das hat meine Erfahrung des Selbstwertgefühls tief und nachhaltig geändert. Ich wurde echter und ging meinen eigenen Weg.

Bin ich heute immun gegen Kritik und Abwertung?
Nein, nur mein Umgang damit hat sich geändert.

Ich nehme die Kritik an und bin bereit meine Schatten (z.B. Wut, Scham, Eifersucht usw. ) zu mir zu nehmen und damit zu wachsen.  Und ich kenne mein eigenes Ziel.
Und der Gewinn davon?

Ich liebe mich ein Stück mehr selbst...

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